Ausbildung zum SegelflugzeugführerIn

Die Ausbildung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Die praktische Ausbildung erfolgt während des Flugbetriebes. Dieser findet in der Regel bei gutem Wetter, an jedem Samstag und Sonn-/feiertag, zwischen März und Oktober statt. Der theoretische Teil wird von den FluglehrerInnen durchgeführt.

Zur Ausbildung stehen bei uns im Verein vier ehrenamtlich FluglehrerInnen zur Verfügung.

Während der Ausbildung muß der Schüler ein Ausbildungsnachweisheft führen. In diesem stehen die verschiedenen Übungen, welche der Flugschüler zu absolvieren hat. Hat der Schüler eine Übung vollständig abgeschlossen, wird diese vom Lehrer bestätigt.

Erst wenn der Schüler alle Übungen abgeschlossen hat, kann er die Prüfungen machen.

praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung gliedert sich bis zur pratischen Prüfung in drei Abschnitten.

Im ersten Abschnitt erlernt der Schüler das Flugzeug zu steuern. Dabei erlernt er das geradeaus und kurven fliegen, sowie das Sarten und Landen. Die Flüge erfolgen immer in einem Doppelsitzer. Dabei sitzt der Schüler vorne und ein Fluglehrer hinten. Da der hintere Sitz die gleichen Bedienelemente wie vorne besitzt, kann der Fluglehrer zu jeder Zeit bei Fehler eingreifen. Der erste Abschnitt endet mit den ersten drei Alleinflüge (A-Prüfung) und bekommt somit seine erste sogenannte Schwinge (Segelflug Abzeichen siehe Bild).

Im zweiten Abschnitt wird der Schüler auf andere Flugzeugmuster eingewiesen. Er lernt Kurven mit verschiedener Schräglage zu fliegen, um die Thermik besser ausnutzen zu können. Weiterhin muß er eigenständig Flüge von lägerer Dauer absolvieren. Der zweite Abschnitt endet, sobald der Flugschüler alle Übungen absolviert hat, mit der B-Prüfung.

Im dritten Abschnitt werden die gerlernten Übungen vertieft und der Schüler erlernt den Seitengleitflug (Slip). Abschließend diese Abschnittes steht die C-Prüfung;

Bevor der Flugschüler die praktische Prüfung machen kann, muß er noch seinen ersten Streckenflug machen. Dabei muß er eingenständig eine Strecke von mindestens 50 km zurücklegen.

theoretische Ausbildung und Prüfungen

Die theoretische Ausbildung wird von unseren vier Fluglehrer durchgeführt und unterteilt sich in sieben Unterrichtsfächer. Diese sind Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Aerodynamik, Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Technik und Menschliches Leistungsvermögen. Der Inhalt dieser sieben Fächer werden in der theoretischen Prüfung abgefragt.

Im folgenden stehen die Prüfungen in der Reihenfolge, in der sie durchgeführt werden müssen, um die darauffolgende Prüfung durchführen zu dürfen. Zusätzlich zu den Prüfungen muß ein aktueller Erste Hilfe Kurs nachgewiesen werden. Erst nach bestehen aller Prüfungen ist die Ausbildung abgeschlossen.

BZF-Prüfung

Zur Durchführung des Flugfunks in Deutschland muss ein Flugfunkzeugnis erworben werden. Das BZF ist das beschränkt gültige Sprechfunkzeugnis für Flugfunk. Dieses bescheinigt dem Piloten das er den Flugfunk in deutscher (BZF II) oder in deutscher und englischer Sprache (BZF I) durchführen darf.

Die Prüfung besteht aus einem kurzen theoretischen und einem praktischen Teil. Dabei wird ein An- und Abflug an zwei Flughäfen simuliert.

Theorieprüfung

Die Theorieprüfung umfasst die schon oben erwähnten Fächer: Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Aerodynamik, Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Technik und Menschliches Leistungsvermögen. Der Fragenkatalog umfasst insgesamt in etwa 1800 Fragen. In jedem Fach müssen zwischen 30-50 Fragen nach dem Multiple-Choice-Verfahren beantwortet werden.

praktische Prüfung

Die praktische Prüfung wird durch einen Prüfer durchgeführt. Dabei sind drei Platzrunden zu fliegen, in denen verschiedene Übungen beinhaltet sein muüssen. Es werden unteranderem geprüft: Geradeausflug, Kurvenflug, hochgezogene Fahrtkurve, Seitengleiflug (Slip) und Ziellandung.

Nach bestandener praktische Prüfung erhält man die Lizenz zum Segelflugzeugführer (JAR-FCL 1).